Dienstag, 17. Mai 2016

Latinum B-Lektion 9-A2: Ein Überlebender aus der Varusschlacht berichtet

Nach vielen Tagen erzählt ein Soldat, der sich durch Flucht aus der Varusschlacht gerettet hat:
"Arminius, Führer der Cherusker und Freund des römischen Volkes, hat Varus, dem Feldherrn, berichtet, dass sich wenige germanische Stämme gegen das römische Volk verschworen haben. Varus hat mit den Legionen sofort das Lager verlassen und hat gegen die feindlichen Stämme gekämpft. Arminius hat uns den Weg gezeigt.
Wir sind mit großer Mühe durch den dichten Wald gegangen und wir haben unser Lager in den Sümpfen aufgestellt. Ich glaube, dass viele römische Soldaten die Wälder, die Regenfälle und die Sümpfe mehr als die Germanen fürchten. Plötzlich sind die Germanen mit feindlichen Waffen au den dichten Wäldern hervorgestürmt.
Zu spät hat der Führer Varus die "schlechte Treue"/Untreue des Arminius erkannt. Die Soldaten und deren Führer haben sich tapfer verteidigt, aber wenige haben die Varusschlacht überlebt und sind zum Rhein zurückgekehrt."

Latinum B-Lektion 9-A1: Eine Schreckensnachricht aus Germanien

Lucius:
"Hast du etwa nicht die schlechte Nachricht, die die Händler aus Germanien herbeigebracht haben, gehört, Marcus?"
Marcus:
"Ich habe sie gehört, aber ich kenne eine neue Details. Schon das Gerücht ist ein großer Schrecken gewesen."
Lucius:
"Die Germanen haben drei römische Legionen in einem großen Kampf besiegt, nur wenige Soldaten haben sich durch eine Flucht gerettet."
Gaius:
"Ich sage dir: Augustus hat ich nicht gut um de Staat gekümmert und er hat das römische Imperium schlecht gegen die Germanen verteidigt."
Lucius:
"Du redest Unsinn, Gaius. Augustus hat die Grenzen des Imperiums durch viele Legionen gut verteidigt. Ich bin als Soldat unter Tiberius Caesar in Germanien gewesen. Wir haben viele Kastelle am Rhein aufgestellt."
Gaius:
"Hast du gegen die Germanen gekämpft? Bit du beim Kämpfen dabei gewesen?"
Lucius:
"Ich bin dabei gewesen. Wir haben die Germanen in vielen Kämpfen übertroffen."
Gaius:
"Ich weiß genau, das du ein guter Soldat gewesen bist, Lucius; aber ich frage euch: Habt ihr etwa nicht die germanischen Gladiatoren betrachtet, die neulich in der Arena gekämpft haben?"
Marcus:
"So ist es. Die germanischen Sklaven, die wir gesehen haben, haben mit großer Tapferkeit gekämpft. Deshalb fürchte ich die Tapferkeit der Germanen."

Latinum B-Lektion 8-A: Ein blutiges Volksvergnügen

Tiberius, der sie Gladiatorenspiele sehr mag, geht mit Lucius ins Amphitheater. Denn heute gibt der Feldherr die Spiele.

Tiberius fragt Lucius:
"Siehst du die wilden Tiere, die au Afrika sind? Betrachte den Bär, der heute mit dem Löwen kämpft. Sieh! Die Gladiatoren kommen!"

Die Zuschauer begrüßen die Männer, die mit großem und schönen Aufmarsch in die Arena eintreten, mit Lärm. Dann gibt der Feldherr das Zeichen des Kampfes.
Zwei Gladiatoren, die tödliche Waffen haben, kämpfen als Erste in der Arena. Ein Thraker und ein Netzkämpfer. Der Thraker kämpft mit dem Schwert gegen den Netzkämpfer, welcher Fischernetz und Dreizack als Waffen besitzt. Die Zuschauer, dere Zahl groß ist, treiben die Männer mit großem Geschrei zum Kämpfe an.
Endlich wickelt der Netzkämpfer sein Netz um den Thraken, dessen Schwert zerbrochen ist. Der arme Mann fleht den Sieger um Gnade an. Die Zuschauer befehlen dem Feldherr den elenden Mann frei zu lassen, denn er hat mit großer Tapferkeit gekämpft.
Dann kämpfen die Gladiatoren mit den wilden Tiere. Die Männer töten die wilden Tiere, die aus den Türen der Käfige stürmen, mit Pfeilen.
Endlich laufen der Löwe und der Bär in die Arena. Die wilden Tiere, die zwei Sklaven zum Kämpfen antreiben, kämpfen lange. Der Löwe siegt; die Sklaven schleppen den Bär, der durch die Wunde geschwächt ist, aus der Arena.

Tiberius fragt Lucius: 
"Gefallen dir die Spiele, mein Freund? Ich finde, dass die Spektakel, die wir sehen nicht schön, sondern unmenschlich sind. Der Ruhm, den jene Männer erstreben, ist ein schlechter Ruhm. Ich jedenfalls sage: Wer als Mensch ins Amphitheater geht, geht als wildes Tier aus dem Amphitheater."

Latinum B-Lektion 7-C*: Wo tagte der Senat?

Im Forum sagt Marcus zu seinen Freunden:
"Seht die alte Kurie. In der Kurie rufen die Konsulen oft die Senatoren und fragen wegen der Republik um Rat. Ihr seht, dass die Kurie ein kleines Gebäude ist. In der Kurie ist nicht für alle Senatoren Platz. Daher müssen die Senatoren in Tempel und andere Gebäude gehen, wenn der Konsul die Senatoren wegen einer großen (wichtigen) Sache um Rat fragen will und viele Senatoren reden oder Redner hören wollen. Oft gehen die Senatoren in den Tempel der Göttin Concordia oder in den Tempel des Iupiter Optimus Maximus. Das Volk kommt vor dem Tempel zusammen, denn auch die römischen Bürger wollen die Redner hören."

Latinum B-Lektion 7-A: Ein Besuch des Forum und des Marsfeldes

Lucius:
"Ich bin fremd; ich bin aus einer Kleinstadt Italiens nach Rom gekommen. Ich kenne das Marsfeld nicht und auch das römische Forum ist mir unbekannt. Ich will das Forum sehen, denn ich weiß, dass viele berühmte Gebäude im römischen Forum sind. Ich sage dir, Marcus, gehe mit mir ins Forum!"
Marcus:
"Ich gehe gern mit dir. Es ist mir eine Freude, dass ich mit dir ins Forum gehe und dir die Tempel der Götter oder die anderen Gebäude des Forums zeige."

Marcus besucht mit Lucius das Forum; sie gehen einen steilen Weg zum Capitol; der Weg ist für die Freunde eine große Mühe. Vor dem Capitol sehen sie das Forum.

Lucius:
"Siehst du dieses große Gebäude? Sag mir den Namen des Gebäudes!"
Marcus:
"Der Name des Gebäudes ist 'Basilica Iulia'. Es ist ein große Werk."

Lucius betrachtet dieses Werk und viele andere Gebäude des Forums mit Freude. Dan gehen die Freunde aus dem Forum und betreten das Marsfeld. Im Marsfeld nähern sie sich einem großen Theater.

Marcus:
"Das Theater wurde in der Zeit Pompeis gebaut. Sieh, auf der Tafel steht der Name 'Pompei'! So bewahren die Menschen den Namen Pompeis noch bis heute im Gedächtnis. Im Theater werde nur Werke und Geschichten der alten Dichter aufgeführt."
Lucius:
"Ich kenne die Namen und Werke der berühmten Dichter gut. Die Geschichten der alten Zeiten erfreuen mich, denn das Andenken der alten Dichter ist mir eine Freude."
Marcus:
"Wir haben heute schon viel betrachtet; es ist nicht möglich, dass wir uns heute alles ansehen, denn uns fehlt die Zeit. Daher komme mit mir nach Hause, mein Freund!"

Montag, 16. Mai 2016

Latinum B-Lektion 6-A: Geht die Provinz Asia verloren?

Die römische Republik und die Provinz Asia sind in großer Gefahr. Der König Mithridates fällt nämlich mit einem großen Heer in die asiatische Provinz ein, schon hat er viele römische Verbündete und römische Völker getötet.Zur dritten Stunde des Tages rufen die Konsulen die Senatoren in die Kurie, denn sie müssen für die Rettung des Staates sorgen. Die Römer sind auf den Straßen und sie sehen viele Senatoren. Die Römer sehen, dass alle Senatoren in die Kurie eilen. Mit großer Hoffnung bleiben sie vor der Kurie. Viele aber fragen: "Werde die Konsulen und Senatoren etwa die asiatische Provinz vor Mithridates erretten?"
Lange stehen die Menschen vor der Kurie; endlich sehen sie, das die Senatoren und die Konsulen aus der Kurie kommen. Der Konsul redet zum Volk und sagt: "Wir wissen, das ihr schon viele Tage in großer Furcht seid. Aber glaubt uns, denn wir sorgen immer für unsere Konsulen und euren Staat. Senator L. Cornelius Sulla befehlt, dass wir in Asien gegen den König Mithridates kämpfen. Es steht fest, das Sulla ein großer und guter Feldherr ist. Ihr sehr die Gefahr fehlt. Habt Hoffnung!"
Die Römer hören nun, dass der Grund der Furcht schon nicht da ist. Viele sind glücklich und freuen sich. Aber ein anderer sagt: "Ich glaube jedenfalls weder der Konsulen noch den Senatoren. Ein anderer hat den Verdacht, das nämlich der Senator ein Freund des Mithridates ist und, dass er Geld vom König annimmt."

Latinum B-Lektion 5-A: Wer wird Konsul?

Zur ersten Stunde sind viele Römer auf den Straßen. Sogar die Bauern beeilen sich aus ihren Dörfern nach Rom.

Lucius fragt Marcus:
"Sei gegrüßt, Marcus! Warum bist du schon so früh am Morgen auf dem Weg? Was machst du? Beeilst du dich auch zum Marsfeld nach Rom?"
- "So ist es, Lucius, ich beeile mich zum Marsfeld. Denn heute wählt das römische Volk einen neuen Konsul. Deswegen bleibe ich heute nicht zu Hause: Ich bin ein römischer Bürger."
Der andere ruft:
"Was glaubt ihr, meine Freunde? Wer wird Konsul? Wird etwa Metellus der Sieger sein?"
-"Wir wissen es nicht, Nachbar. Aber nicht alle Kandidaten gefallen uns, denn sie sind die Freunde des Händlers oder des Senators. Wir aber sind Bauern oder Handwerker.
Keineswegs sind die Kandidaten Freunde der Bauern. "
Sag Marcus:
"Wer glaubst du ist der beste Kandidat?"
Marcus antwortet:
"Ich jedenfalls halte Hortensius für den besten Kandidaten. Metellus wird ein schlechter Kandidat sein. Bitte du, Lucius, komm mit mir! Bitte ihr alle, Freunde, komm mit mir! Wählt Hortensius zum Konsul! Hortensius wird ein guter Konsul sein."